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3. Liga, Gruppe 3. SC Reiden: FC Ruswil 1:6 (1:1)

Weber Stephan 28.04.2019

Ein bitterer Abend

Der SC Reiden verliert im Abstiegskampf die Partie gegen Ruswil gleich mit 1:6. Grund: Individuelle, haarsträubende Fehler.

 

Wer vor der Saison Ruswil im Abstiegskampf erwartet hat, muss entweder ein Hellseher sein oder den Rottalern nicht eben gut gesinnt. Das Team um Nuaj Wilson hat eigentlich genügend Substanz, um viel eher im Kampf um den Aufstieg ein Wörtchen mitzureden. Aber: Es gibt Gründe, warum die Rottaler in der Rückrunde in fünf Partien noch ohne Punkte da standen. Eine sehr lange Verletztenliste ist sicher mit ein Grund. Auf der anderen Seite der SCR, der die letzten zwei Partien gegen Triengen und Buttisholz gewann und sich damit über den Trennstrich verbesserten. Vor allem gegen Buttisholz zeigten die Jungs von Ruedi Krummenacher eine erstaunliche und imponierende Leistung. Am Samstagabend, nach etwas mehr als 90 Minuten, war jedoch aus Reider-Sicht alles anders. Jubelnde Ruswiler, konsternierte Reider waren zu sehen. Der Reihe nach: Schon in der ersten Hälfte hatten die Gäste die besseren Gelegenheiten. Pascal Lang und Fabian Bucher hätten ihre Farben in Führung bringen können. Letzterer zog alleine auf Goalie Colin Frei los, die Reider reklamierten ein Abseits. Die Unsicherheit der Heim-Mannschaft wurde nicht kleiner, als Kämpfer Kevin Schmid nach 32. Minuten verletzt ausfiel. Im Gegenteil. In der Minute 39 erlief Fabian Bucher einen Rückpass aus dem Mittelfeld zum SCR-Keeper und traf zur Gästeführung. Ein Lapsus mit Folgen. Nach einem Eckball konnte Adrian Stutz zwar noch ausgleichen, verdient war das aber nicht unbedingt. Ruswil war besser und hatte die besseren Torchancen. Der SCR agierte ungewohnt fahrig und ungenau.

Aus Reider-Optik wurde es in Hälfte zwei nicht besser. Im Gegenteil. Wieder war es ein Geschenk, der den Gäste das zweite Tor ermöglichte. Einen Rückpass zu Goalie Frei konnte dieser nicht stoppen, der Ball kullerte zum Entsetzen aller ins Tor: 1:2. Nach einer Stunde war der Match definitiv entschieden: Unbedrängt gelang David Simon das dritte Tor, der nicht eben grossgewachsene Fabian Florin in der 59. Minute mutterseelenallein mit dem Kopf gar das vierte. Reiden war völlig von der Rolle, geschockt und unsicher. Zwei weitere Gegentreffer folgten - wieder nach schlimmen Patzern. Der Schlusspfiff war schon fast eine Erlösung für das Heimteam. Dieses Spiel müssen die Krummenacher-Jungs möglichst rasch analysieren und vergessen. Am Samstag hat von A bis Z nichts gestimmt. Das Team ist beileibe besser, als es gegen Ruswil spielte. Es ist aber auch nicht so gefestigt, dass es immer so gut spielt wie etwa gegen Buttisholz oder trotz Niederlage gegen Malters.

 

Kleinfeld. – 120 Zuschauer. – Tore: 39. Bucher 0:1. 45. Stutz 1:1. 49. Frei (Eigentor) 1:2. 55. Simon 1:3. 59. Florin 1:4. 73. Lang 1:5. 82. Krähenbühl 1:6.  Reiden: Frei; Schmid, Alessandro Dantas Carodoso, Stutz, Dettwiler; Schuler, Glanzmann, Gervasio, Lorenzo Dantas Cardoso, Bösch; Ryf. (Jukic, Hunkeler, Koch, Tschopp, Planzer). – Ruswil: Schärli; Bättig, Vogel, Zumbühl, Schöpfer; Reichmuth, Florin, Sieber, Simon, Lang; Bucher. (Spaar, Wolfisberg, Krähenbühl, Amrein, Simon)