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3. Liga, Gruppe 3: SC Reiden - FC Triengen 4:3 (3:0)

Weber Stephan 14.04.2019

Was für eine Schlussphase!

3:0 und 4:1 geführt und am Schluss doch noch gezittert: Der SC Reiden holt sich gegen den FC Triengen drei eminent wichtige Punkte. Vor allem die letzten zehn Minuten hatten es in sich.

 

Unwiderstehlich zog er davon, schüttelte Gegenspieler um Gegenspieler ab und schoss mit einem trockenen Schuss seine Farben mit 4:1 in Front: Domenico Gervasio's herrliches Tor schien die endgültige Entscheidung in der Partie gegen die Surentaler zu sein. Denn es lief bereits die 83. Minute. Doch weit gefehlt: Aus Reider-Sicht waren die Schlussminuten weit hektischer als erwartet. Zuerst erzielte Ivan Jovcev in der 89. Minute das 4:2 für Triengen. Dann liess Anel Jukic eine riesige Chance liegen und traf mit dem Kopf nur die Latte, ehe Manuel Monzee für Triengen in der dritten Nachspielminute sogar auf 4:3 verkürzte. Sekunden später pfiff Schiedsrichter Somasundaram die Partie ab. Ein Spiel, in welchem die Zuschauer zwei völlig verschiedene Halbzeiten zu Gesicht bekamen. Die erste Hälfte: da waren die Platzherren weitaus gefährlicher und aggressiver als der Gegner. Sie belohnten sich mit drei Treffern: Ein herrliche Direktabnahme von Linus Glanzmann (22. Minute), ein Abstauber-Tor nach einem Glanzmann-Lattenschuss von Patrick Bösch (28.) und ein Elfmeter-Goal von Domenico Gervasio (42.). Triengen? Die hatten keine Torchance, Goalie Colin Frei wurde ausser einem Misic-Kopfball nach fünf Minuten kaum geprüft.

Anders präsentierte sich der Spielverlauf nach der Pause. Zwar hatte Reiden gleich nach dem Anpfiff eine grosse Chance durch Lorenzo Dantas Cardoso. Aber anschliessend war Triengen stärker. Der SCR schien sich der Sache zu sicher zu sein, offenbarte Löcher und spielte ungenauer. In der 54. vereitelte Colin Frei mit einer Glanzparade gegen Ivan Jovcev das 3:1, drei Minuten später war es aber so weit: Triengen verkürzte, witterte seine Chance und gab sich noch nicht geschlagen. Die Partie wurde hektischer, viel wurde diskutiert und der Schiedsrichter hatte gewiss auch seinen Anteil - häufig waren seine Entscheidungen für die Beteiligten nicht nachvollziehbar. Dann folgte die Schlussviertelstunde. Und die hatte es bekanntlich in sich. Fast hätte sich dort der SCR noch um den Lohn einer starken ersten Halbzeit gebracht und Triengen sich im Gegenzug für eine klare Leistungssteigerung in Hälfte zwei belohnt.

 

Reiden – Triengen 4:3 (3:0)
 
Kleinfeld. – 130 Zuschauer. – SR Somasundaram. – Tore: 22. Glanzmann 1:0. 28. Bösch 2:0. 42. Gervasio 3:0 (Foulpenalty). 57. Berisha 3:1. 83. Gervasio 4:1. 89. Jovcev 4:2. 93. Monzee 4:3. – Reiden: Frei; Schmid, Koch, Stutz, Dettwiler; Schuler, Glanzmann, Gervasio, Lorenzo Dantas Cardoso, Bösch; Tschopp. (Jukic, Hunkeler, Ryf, Bill). – Triengen: Wyss; Markaj, Brütsch, Bisang Joel, Ukaj, Pizzo; Bisang Cedric, Jurt, Berisha, Monzee, Micic (Zinga, Jovcev).

Bemerkungen: 82. Stutz (Lattenkopfball), 91. Jukic (Lattenkopfball)