, Kaufmann Stefan

Überzeugender Sieg in Nebikon

Senioren 40+ Regional

Gruppe 4: SC Nebikon - SC Reiden 1 : 5

Starker Auftritt mit noch nie gesehenen Vorkommnissen

Da die letzten 3 Spiele allesamt mit sehr starken Auftritten gewonnen wurden, konnte man mit einigermassen breiter Brust zum letzten Vorrundenspiel in Nebikon fahren. Jedoch hatte man auch gewichtige Absenzen wie die von Bühlmann und Aecherli zu verzeichnen, welche bisher eine ausgezeichnete Form an den Tag legten. Aber auch ohne die beiden konnte man mit einer schlagkräftigen Truppe in Nebikon auflaufen.

Man nahm sich vor, das letzte Vorrundenspiel positiv zu gestalten und wenn immer möglich 3 Punkte mit nach Hause zu nehmen. Dies aber auch im Wissen, dass man in Nebikon in der Vergangenheit schon die unglaublichsten Spiele erlebt hatte. Also sicher kein einfaches Unterfangen.

Der SC Reiden markierte aber gleich von Anfang an starke Präsenz in der Hälfte der Nebiker. Und legte los, wie die Feuerwehr. Bereits in der 3. Minute konnte Gerhard einen Corner treten. Der Ball kam zu Ryser, der nicht lange fackelte und die Kugel mit einer Direktabnahme kurz vor dem Tor in die Maschen spedierte. 1:0 für den SC Reiden, ein idealer Beginn. Die Reider Veteranen liessen auch nach diesem frühen Tor nicht locker und spielten immer wieder gefährlich nach vorne. In der 16. Minute umkurvte Hajdari nach einem starken Zuspiel den gegnerischen Torhüter und legte ideal für Studer auf, der keine Mühe bekundete, das 2:0 zu erzielen. Somit war man voll auf Kurs. Und es kam noch besser. Der wirblige Gerhard, aufsässig wie immer, störte den Gegner früh beim Spielaufbau, ergatterte sich den Ball und zog trocken von halblinks aus 16 m ab. 3:0 und dies bereits in der 22. Minute. Eigentlich sollte da schon alles in trockenen Tüchern sein.

Wiederum nur 3 Minuten später prüfte Ryser den Torhüter der Nebiker mit einem starken Schuss. Der Torhüter parierte aber mit einem schnellen Reflex. In der 30. Minute konnte dann der SC Nebikon durch einen unglücklich zustande gekommenen Handspenalty auf 3:1 verkürzen. Kurz danach hatte nochmals Ryser zwei gute Möglichkeiten. Und Gerhard zielte mit seinem Abschluss in der 33. Minute knapp zu hoch. Wie vorher bereits erwähnt, man hatte hier schon die unglaublichsten Aufholjagden der Nebiker erlebt….
Mit diesem Resultat ging es in die Pause. Am Spiel der Reider Veteranen gab es nichts zu bemängeln. Ausser, dass man mindestens 4:1 hätte führen müssen. Man hatte nun aber mit der Einwechslung von Ausnahmekönner Della Casa noch so einen richtigen Trumpf im Ärmel, oder besser gesagt, man schickte ein Ass aufs Spielfeld.

Und Della Casa sorgte gleich für Betrieb. In der 40. Minute legte er mit einem idealen Rückpass zu Gerhard auf. Dessen Schuss wurde aber in letzter Sekunde noch abgefälscht. Trotzdem konnte sich Gerhard in der gleichen Minute noch belohnen und schoss für seine Farben zum 4:1 ein. Dann folgten diese Minuten mit den unglaublichen Vorkommnissen. In der 55. Minute tankte sich Della Casa im gegnerischen Sechzehner durch, da er dabei aber leicht touchiert wurde, nahm die Erdanziehungskraft seinen Lauf und Della Casa konnte sich nicht dagegen wehren. Penalty. Die Nebiker waren sichtlich angepisst. Ok, man konnte über den Penalty diskutieren. Die Nebiker redeten auf Della Casa ein und appellierten an seine Ehre. Della Casa setzte sich den Ball lief an……und schoss den Ball Richtung Cornerfahne. Hinten in der Reider Abwehr dachte man sich, mann, was hatte der jetzt gemacht? Sonst doch ein sicherer Schütze. Bis man realisierte, dass Della Casa den Penalty aus Fairness extra weit danebengeschossen hatte. Ok, das war nun Fairness pur. Wer meinte, das sei nun die aussergewöhnliche Geschichte gewesen, irrte sich aber gründlich. Nicht lange darauf passierte genau das gleiche Spielchen im Reider Sechzehner. Penalty infolge Schwalbe. Und es kam wie es kommen musste. Die Reider Verteidigung appellierte nun ebenfalls an den Schützen von wegen Fairness. Die Nebiker wussten nun genau, dass man diesen Penalty auch extra verschiessen musste. Für dieses Vorhaben fand sich zuerst kein Spieler, der sich dafür zur Verfügung stellte. Schlussendlich schoss der lange Nebiker Ticinesi knapp über die Latte. Man war sich nicht so recht sicher, ob er das extra gemacht hatte, der Ball flog wirklich ganz knapp über die Latte. Nun brachte sich auch noch der überall präsente Schiri ins Spiel und zitierte den Nebiker zu sich. Wollte er ihn verwarnen, alles war möglich, da der Schiri nicht immer so wirklich wahre Kommunikation bewies. Nein, der arme Nebiker musste den Penalty wiederholen, da der Schiri noch nicht gepfiffen hatte. Der Nebiker schoss ein zweites Mal und nun dem Goalie direkt in die Arme. Komisch, was wäre geschehen, wenn der Reider Goalie einen Ausfallschritt gemacht hätte. Der Ball hätte direkt in der Mitte des Tores eingeschlagen. Nicht auszudenken, was dann passiert wäre. Der kompetente Schiri hätte den Treffer geben müssen. Sowas hatte man auch noch nie erlebt und die Moral des Nebiker Schützen war danach ziemlich am Boden. Nun gut, das Spiel war zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon entschieden. Die Reider Hintermannschaft hatte die Nebiker Angreifer praktisch ohne Ausnahme sehr gut im Griff. Ein einziges Mal noch konnte sich ein Nebiker Stürmer von der Seite her durchsetzen. Aber sein idealer Querpass fand keinen Abnehmer, da schlicht niemand vom SC Nebikon vor Ort war. Betrieb eingestellt. In der 65. Minute konnte wiederum der starke Gerhard einen Eckball treten. Da Schreiberling weiss, dass Gerhards Eckbälle immer mit viel Zug hinter den Fünfmeterraum kommen, schlich er sich unbemerkt dahin. Der Goalie konnte den Ball nicht richtig fassen und liess ihn auf Schreiberlings linken Fuss fallen. Tor zum 5:1, war nicht wirklich schwer. Gut, den anschliessenden Torfreude-Heubürzel könnte man ein bisschen graziöser gestalten. Schluss, aus und fertig. Der Schiri pfiff ab. Weitere drei Punkte im Sack. Und viel erlebt auf dem Platz in Nebikon. Nun gab es doch einiges zu feiern. Vor allem die Torschützen Studer und Kaufmann, welche alle gefühlten 5 – 7 Jahre einmal treffen, mussten dies natürlich postwendend den Ehefrauen mitteilen. Statt eines Lobes erhielt man die Antwort, ob Nebikon denn ohne Torhüter gespielt hätte??

Das liess man natürlich nicht auf sich sitzen und bestrafte die Damen, indem man mindestens 2-4 Bier extra trank und so lange wie möglich in der Reider Sonne hocken blieb und eine Extra-Schicht einlegte inkl. Plastikrunde. In der Reider Sonne notabene, wo wiederum Fernandez zu vorgerückter Stunde abermals im Minimum einen Treffer erzielte…Come on Javi, auch du wirst früher oder später ein reales Tor erzielen (nicht nur in der Beiz!) und wir werden dich danach so richtig abfeiern.

Nun ist die Vorrunde bereits zu Ende. Mit der Bilanz dürfen wir zufrieden sein. 7 Spiele 12 Punkte, 4. Rang, am meisten erzielte Tore und das beste Torverhältnis in der ganzen Gruppe. Die letzten 4 Spiele allesamt gewonnen mit 18:7 Toren. Im Wissen, dass man gegen Schötz und vor allem gegen Altbüron 4 Punkte ziemlich leichtfertig verschenkt hat, ist in der Rückrunde alles möglich. Mit 4 Punkten Rückstand auf den Leader ist nichts verloren.

Wichtig ist auch, dass man praktisch in jedem Spiel die bessere Mannschaft war und dass man über mehrere Spiele hinweg Super-Fussball mit einem hohen Tempo gezeigt hat. Auch im Cup war man erfolgreich und darf als Belohnung im April 2020 einen Viertelfinal spielen.

Dies sind doch alles positive Signale. Auf und neben dem Platz ist man eine verschworene und kameradschaftliche Truppe. Kurz gesagt, es macht riesig Spass bei den Reider Veteranen zu sein.

Der SC Reiden zeigte ein weiteres starkes Spiel mit:

Hirt, Kupferschmid, P. Küng, Fernandez, Graweid, Geiser, Gerhard, Della Casa, Nrejai, Hajdari, Ryser, N. Küng und den beiden Torschützen vom Dienst Studer und Kaufmann.

Herzliche Gratulation an alle für eine tolle Vorrunde und viele Highlights auf und neben dem Platz.


Das Trainerteam Kaufmann + Küng

 

Anmerkung des Webmasters: Merci Stefan für die immer wieder stark geschriebenen Matchberichte. Macht immer wieder Spass diese hochzuladen und zu sehen wie häuffig diese gelesen werden... ;-)