, Kaufmann Stefan

Dem Absteiger die Regional-Gruppe 4 erklärt

Warum wurden wir unterschätzt?

Senioren 40+ Regional

Gruppe 4:
Team Nottwil/Buttisholz – SC Reiden 3 : 5

Warum wurden wir unterschätzt?

Endlich durften wir wieder mal in eine neue Saison starten. Das Cup-Aus vom Montag gegen Croatia Ibach konnten wir als Training unter Wettkampfbedingungen abbuchen. Nun stand aber bereits am Freitag die 1. Meisterschaftsrunde auf dem Programm. Und die hatte es in sich, neben einer englischen Woche musste man doch gleich zum Promotionsabsteiger nach Buttisholz reisen. Gut man konnte sich natürlich auch sagen, aus irgendeinem Grund sind die ja auch abgestiegen…

Schon zwei Minuten nach Anpfiff konnte der SC Reiden bereits eine vielversprechende Offensivaktion starten, welche immerhin mit einem herausgeholten Corner endete. Da wusste man, dass auch in Buttisholz gegen den neuen Absteiger etwas zu holen war.

Leider musste bereits nach 14 Minuten Hajdari infolge Verletzung ausgewechselt werden. Abwehrturm Müller betrat an seiner Stelle das Feld. Dies gilt es in Bezug auf den weiteren Verlauf des Spiels festzuhalten…

Trotz der frühen Änderungen in der Mannschaftsaufstellung diktierten die Reider Veteranen das Spiel. Es boten sich einige Chancen, man kam dem Erfolg immer näher. In der 16. Minute war es dann soweit. Stürmer Ryser schoss seine Farben mit 1 : 0 in Führung. Der SC Reiden war jetzt wirklich spielbestimmend. Nur 3 Minuten später eroberte das Reider Mittelfeld den Ball und dieser wurde sofort zu Captain Gerhard gespielt. Und der alte Fuchs fackelte nicht lange, sah dass der Torhüter zu weit vor seinem Kasten stand und zirkelte das Leder aus grösserer Entfernung über den verdutzten Buttisholzer Schlussmann hinweg wunderschön in die Maschen. 2 : 0. Das passte einigen Nottwilern und wohl auch Buttisholzern nun aber gar nicht. Trotzdem waren es aber die Reider, welche dem Gegner Schützenhilfe leisten mussten. Mit ein paar unsauberen Ballverlusten und auch sonstigen Geschenken, wurde dem Gegner leider das 2:2 gewährt. Dies war sehr sehr unnötig, vor allem weil man auch einige Topchancen hatte, die Führung bereits vorher weiter auszubauen.

Mit dem 2:2 gings dann in Pause. Der Reider Trainer war wohl über eigene Unzulänglichkeiten frustriert und schwieg in der Pause, ganz nach dem Motto: Ech heisse René ond ech säge nüt!

Captain Gerhard übernahm diesen Part und überzeugte auch mit einer gelungenen Pausenansprache. Man wusste auf jeden Fall, das Spiel stand zwar auf der Kippe, aber gegen diesen Gegner durfte man nicht verlieren.

Und siehe da, in der zweiten Halbzeit zeigte die Mannschaft des SC Reiden eine blitzsaubere Leistung. In der 42. Minute schoss Dave Kunz, der verdankenswerterweise die Reider Veteranen verstärkte, wieder mit 3:2 in Führung. Danach vergeigte dieser Kunz ein paar hervorragende Möglichkeiten. Gut man will ja nicht als Gastspieler gleich mit 3 erzielten Toren brillieren….

Doch der SC Reiden powerte weiter. Die scheuen Offensivbemühungen der Einheimischen wurden von der kompromisslosen Reider Abwehr jedes Mal zunichte gemacht. Und nicht nur das, man spielte nach Ballgewinn auch sauber und schnell hinten heraus und leitete immer wieder gelungene Angriffe ein. So eine Chance nutzte wiederum Ryser zum 4:2 in der 64. Minute. Dies war wohl die Entscheidung. Denkste, Buttisholz traf noch zum 4:3, das Spiel dauerte nur noch wenige Minuten. Dann faselte der Schiri noch etwas von längerer Nachspielzeit. Würde Buttisholz nochmals nachlegen können? Würde es noch ein Powerplay rund um das Reider Tor geben? Würde man jetzt noch nervös werden? Aber Logo, nein!

Im Gegenteil, die Reider bekamen in der 71. Minute auf halbrechts ausserhalb des Sechzehners noch einen Freistoss zugesprochen. Spielmacher Bühlmann zirkelte den Ball wunderschön genau in die Schnittstelle hinter die Verteidigung. Da kam ein Reider angebraust und drosch das Leder direkt aus der Luft in die Maschen. 5:3 endgültige Siegsicherung. Reto Müller, der in den Trainings jeweils 1000x Direktabnahmen aus der Luft geübt hatte, veredelte seine Leistung mit einem sehenswerten Tor. Tja, Übung macht eben den Meister, das weiss auch Müller. Vermutlich wird er seinen Kindern und seiner Frau noch lange auf die Nerven gehen mit diesem erzielten Tor.

Danach pfiff der Schiri ab. Die Buttisholzer und Nottwiler, die geglaubt hatten, das würde ein lockerer Spaziergang gegen die Reider werden, waren ziemlich perplex.

Dass einem Buttisholzer in der zweiten Halbzeit noch die Nerven durchgegangen sind und er den alleine durchgebrochenen Reider Captain Gerhard sackbrutal von hinten umsäbelte und dafür nur Gelb anstatt rotestes Dunkelrot gezeigt bekam, muss nicht mehr extra erwähnt werden. Aber es war zweifellos ein Buttisholzer und nicht ein Nottwiler, da (um)holzen ja von Buttisholz abgeleitet werden kann….

Auf jeden Fall sind die ersten 3 Punkte im Trockenen und man führt die Tabelle an. Was will man noch mehr. Ach ja, in der Sonne feiern, das wollte man auch noch. Und auch da ging man als Sieger aus dem Restaurant, sogar noch mit einer Zusatz-Aussenrunde….
Übrigens hat meine Tochter vor dem Spiel noch gesagt, «Papi, ohne erzieltes Tor von dir, musst du gar nicht nach Hause kommen», da wusste ich vorher schon, dass ich nicht mehr nach Hause muss….

Der SC Reiden feierte diesen ersten Sieg mit:
Illi, Graweid, Herzog, Küng, Famularo, Kaufmann, Kunz, Hajdari, Gerhard, Palladino, Müller, Aecherli (verletzt, aber gut beim Trinken), Bühlmann und Ryser.

Dies war nun ein erster erfolgreicher Schritt in die neue Saison. Hoffen wir, dass es so weitergeht.

Das Trainerteam Kaufmann + Küng