, Kaufmann Stefan

In Schötz mit Krämpfen zum Sieg!

Auch in Schötz den Test bestanden…

In Schötz hatten wir ja schon die verrücktesten Sachen gesehen und erlebt. Zwei-, dreimal spielten wir praktisch im Alleingang gegen den verrückten bärtigen, welcher gefühlte 110 cm Oberschenkelumfang hatte und im Nebenamt Spielertrainer der 1. Mannschaft von Schötz war. Wie gross war bei uns die Freude, als er endlich den Verein gewechselt hatte. Nun stand am Freitagabend genau wieder so ein Typ in der gegnerischen Platzhälfte. Wie schlimm für den Schreiberling, als er merken musste, dass dies sein direkter Gegenspieler für den heutigen Abend war….

Auch hat es seit einiger Zeit geheissen, der FC Schötz löse sich auch infolge zu wenig Spieler. Nun staunte man beim Einlaufen, als man sah, dass sich der FC Schötz mit einigen Spielern von Wauwil/Egolzwil verstärkt hatte. Nicht jeder von Wauwil/Egolzwil war ein guter Freund von uns.

Auf jeden Fall stand da nicht mehr die gleiche Mannschaft auf dem Feld, welche wir noch in der Vorrunde mit einem saloppen 5 – 1 nach Hause geschickt hatten. Trotzdem nahm man die Aufgabe positiv an. Die ersten Minuten wurde beiderseits ein bisschen abgetastet. Dicke Chancen waren noch Mangelware. Beim SC Reiden hatte man den Gegner eigentlich sehr gut im Griff und konnte immer wieder vielversprechende Angriffsaktion starten. Mitte der ersten Halbzeit hatte der FC Schötz einen der wenigen Angriffe vorgetragen. Leider endete dieser mit einem Penalty gegen den SC Reiden. So eigentlich völlig aus dem Nichts. Goali Hirt hätte den Penalty wirklich fast gekratzt. So ging man mit 1 – 0 in Rückstand. Alles in allem unverdient. Der FC Schötz wusste das und vertändelte ein paar Minuten grosszügigerweise den eigentlich sicheren Ball in der Defensive, das Nachsetzen von Stürmer Ryser hatte sich ausgezahlt. Konnte er doch profitieren und zum Ausgleich einschiessen. So ging es mit einem 1 – 1 in die Pause. Interimscoach Gerhard waltete seines Amtes und schenkte diesmal nicht Weisswein ein, sondern zeigte fachmännisch auf, was man in der zweiten Halbzeit besser machen sollte. Die zweite Halbzeit konnte der SC Reiden dann das Zepter an sich reissen und es war irgendwie fast klar, dass die Mannschaft, welche das nächste Tor erzielen würde, dieses Spiel auch gewinnt. Die Reider hatten nun einige wirklich gute Abschlüsse, der FC Schötz kam praktisch zu keinen nennenswerten Chancen mehr. Alles was noch kam, wurde von Goalie Hirt souverän entschärft. Und ja, in der ca. 55. Minute war es dann soweit. Der immerzu brandgefährliche Hajdari konnte dank idealem Zuspiel des immerzu brandgefährlichen Aecherlis aus kurzer Distanz das 2 – 1 für seine Farben erzielen. Kurz darauf kam dann irgendwie diese 60. Minute und es ereignete sich etwas wirklich Überraschendes.

El glorioso defensor de Reiden, Fernández, tuvo que interrumpir repentinamente el juego, sacudido por fuertes calambres (falta de músculos). Se tumbó detrás de la línea de fondo del adversario, no pudo levantarse y nadie le ayudó.

Javi, wir wollen das jetzt nicht noch gross breittreten. Aber es war wirklich erst nach 58.36 Minuten, also nicht mal eine volle Stunde. Jeder kann selber den Deepl. Translator aktivieren.

Schwer angeschlagen machte sich Javi dann auf den unendlich langen Rückweg auf die Reider Bank. Da wurde er getröstet, aber nicht wieder eingewechselt. Von der Bank kam dann der Antrittsschnelle Illi und der mischte die Schötzer Verteidigung mächtig auf. Alles was sich ihm in den Weg stellte, wurde überlaufen oder sonst wie platt gemacht. Illi zwang den Schötzer Goalie auch zur einen oder anderen Parade. Reiden hatte jetzt wirklich ein paar Topchancen um den Deckel endgültig zuzumachen. Leider wurde alles leichtfertig vergeben. In den letzten 5 Minuten musste man noch ein paarmal gute Defensivarbeit leisten und dann war das Spiel gewonnen. Der Schiri pfiff ab. Das Spiel hatte er gut im Griff und obwohl es 2 – 3 gröbere Scharmützel gab, wollte er partout dem IFV das Kässeli mit Bussgeldern nicht füllen. Selbst in der Fairplay-Wertung stehen wir mit 0.364 Strafpünktli pro Spiel sehr gut da.

3 Spiele – 6 Punkte bis jetzt in der Rückrunde. Auf dem kann man aufbauen. Und die Aufgabe in Schötz war nicht wirklich einfach zu lösen.

Mit diesem Sieg hat man die Ambitionen in der Tabelle klar angemeldet und nach Verlustpunkten wäre man sogar Leader. Aber wie sagte doch Klopp: Kurz vor der Toilette in die Hose gemacht ist auch verkackt. Schönes Zitat. Stimmt für uns ja dann hoffentlich so nicht.

Danach sass man lange mit dem ganzen Team in der Schötzer Clubhütte und genehmigte sich ein paar Siegerbiere. Fernandez füllte seinen Speicher etwas mehr als die anderen, da Bier gut gegen Krämpfe ist….

Unser grandioser Aecherli hat dann die bereits verschlossene Sonne nochmals per Charme-Attacke geöffnet und bei Pia noch ein paar Fläschli Bier über die Gasse organisiert. So hat halt ein jeder seine Qualitäten.

Nun wartet am Freitag das sogenannte Schlusslicht auf uns. Nur nicht abheben lautet die Devise.

Der ganzen Mannschaft möchten wir wiederum ein Kompliment aussprechen. Toller Einsatz, tolles Spiel gezeigt und Moral gezeigt.

Weiter geht’s!

Der SC Reiden erspielte sich diesen Sieg mit:
Hirt, Fernandez, Herzog, Kaufmann, Müller, Bühlmann, Kunz, Hajdari, Coach Gerhard, Aecherli, Ryser, Gebrüder Küng, Arnold, Illi und Palladino.

Alles ist möglich!

Euer Trainerteam