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Senioren 40+ Regional, Gruppe 3: SC Nebikon - SC Reiden 1 : 3

Kaufmann Stefan 06.10.2017

Und sie können es doch noch… !!   

Nachdem der aufmerksame Leser sicherlich schon lange gemerkt hat, dass bei den Reider Veteranen nur nach Siegen ein Matchbericht geschrieben wird, kann man getrost davon ausgehen, dass in den vergangenen zwei Wochen nicht wirklich viel Positives erreicht wurde. Der Spitzenkampf zuhause gegen die SG Malters-Wolhusen endete mit 0 : ??....Nein, das wollt ihr nicht wissen… Ein Humorist  hat jedenfalls gesagt, dass man dieses Resultat nicht mal mehr in der dritten Halbzeit beim Bier trinken aufholen, geschweige denn drehen könnte. Auch die zweite Runde im Cup gegen die SG Zell-Grosswangen mit dem Resultat von 1 : 5 bedeutete für uns Endstation. Normalerweise hatte uns der IFV doch noch jedes Jahr ein Freilos geschenkt, damit wenigstens der Einzug in die dritte Runde gefeiert werden konnte…Wohl vergessen gegangen.
In Anbetracht dieser negativen Resultate war nun in der Meisterschaft auswärts gegen den SC Nebikon unbedingt Wiedergutmachung angesagt. Man wollte nicht mit einem weiteren schlechten Resultat die Moral und den Spirit verlieren.
Die Reider Veteranen starteten deshalb mit der Devise „die Null muss stehen“ ins Spiel. Man wollte zuerst abwarten, was der Gegner macht. In der Anfangsphase entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Reiden verzeichnete die eine oder andere Chance, jedoch nichts wirklich Gefährliches. Man kam zwar immer wieder gut in die gegnerische Zone, aber vor dem Tor war man noch zu harmlos. Nach 20 Minuten konnte dann Krähenbühl nach guter Vorarbeit von Gerhard das erste Mal wirklich gefährlich abschliessen, jedoch traf er den Ball nicht wunschgemäss. In der 23. Minute ging der SC Nebikon wie aus dem Nichts mit 1 : 0 in Führung. Nach einem Missverständnis in der Reider Defensive konnte der gegnerische Stürmer den Ball nur noch einschieben. Sollte die Negativserie ihren Lauf nehmen? Nein, denn dies war wie ein Weckruf für die Reider. Man nahm nun den Kampf im Mittelfeld definitiv an und begann die Zweikämpfe für sich zu entscheiden. Immer wieder konnten die Angriffe über die rechte Seite lanciert werden, wo viel Platz vorhanden war. Jedoch war es immer und immer wieder der letzte Pass, der nicht ankam oder nicht sauber gespielt wurde. Auch hatte man das Gefühl, die Reider Veteranen wollten den Ball ins gegnerische Tor tragen. Anstatt konsequent den Abschluss zu suchen, wurde immer wieder eine andere Lösung vorgezogen.
Zwischendurch hatten aber auch die Nebiker eine gute Chance, jedoch streckte sich der Reider Schlussmann Hirt wie eine Katze und lenkte den Ball um den Pfosten.
In der 30. Minute wurde es dann Gerhard zu viel. Er tankte sich durch die gegnerische Abwehr und wurde zur Freude der Reider penaltyreif gelegt. Stöckli übernahm die Verantwortung. Er, der den Penalty immer oben links versenken will, traf dann schlussendlich „nur“ unten links. Dafür ganz sicher. Das 1 : 1 entsprach nun viel eher dem Spielverlauf. Der SC Reiden hatte bis zum Pausenpfiff noch die eine oder andere Chance, jedoch war man immer noch viel zu umständlich im Spiel im gegnerischen Sechzehner. In der Pause appellierte der Trainer an die Moral und den Glauben der Mannschaft an das Positive. Die Chancen würden ganz sicher kommen in der zweiten Halbzeit. Jedenfalls wusste man, dass man diesen Gegner nun wirklich schlagen konnte. Die Reider starteten auch druckvoll in die zweite Halbzeit. Und siehe da, nur 5 Minuten nach Wiederanpfiff konnte Bühlmann eine starke Flanke von rechts mit einem wuchtigen Kopfball zum 2 : 1 für die Reider verwerten. Die Freude war gross.
Die Reider hatten nun das Spiel im Griff. In der Defensive musste man aber hochkonzentriert bleiben, da Nebikon über den einen oder anderen schnellen Stürmer verfügte. Vorne krankte man aber immer noch am Nicht-selber-abschliessen-wollen-Syndrom. Mit mehr Konsequenz im Angriff hätte man schon höher führen können. Somit machte man sich zum Teil das Leben selber schwer. In der 55. Minute wollte dann der Gegenspieler von Bühlmann unbedingt sein Dress. Jedenfalls zerrte und riss er im Sechzehner dermassen daran, dass man fast meinen konnte, er flehe um einen Penalty. Zum Erstaunen aller Reider zeigte der Schiri Bühlmann für eine Schwalbe gelb. Sowas hatte man auch noch selten erlebt. Ein glasklarer Penalty! Brille: Nicht Fielmann!! In der 65. Minute folgte dann aber trotzdem die vermeintliche Entscheidung. Krähenbühl konnte einen Lattenabpraller mit irgendeinem Körperteil im Rollen über die Linie bugsieren. 3 : 1 für die Reider. Da man aber schon genügend oft in Nebikon die unmöglichsten Resultate erlebt hatte, musste man bis ganz am Schluss auf den Gegner aufpassen und konsequent verteidigen. Tatsächlich erhielt der Gegner in der 70. Minute noch einen nicht gerechtfertigten Penalty zugesprochen. Was bei den Reidern als Schwalbe taxiert wurde, quittierte der Schiri beim Gegner als Penalty! Nein, der Schiri hiess wahrlich nicht Fielmann.
Egal, Goalie Hirt machte den Elfmeter mit einer sackstarken Parade zunichte. Dies war auch gleichbedeutend mit dem Schlusspfiff.
Mit einer konsequenteren Leistung und mehr Durschlagskraft in den Angriffsbemühungen, wäre der Sieg viel früher festgestanden. Jedoch war vor allem der Sieg für die Moral wichtig. Ganz nebenbei hat es auch noch 3 Punkte dafür gegeben. Der SC Reiden mischt somit mit 5 Spielen und 10 Punkten weiterhin in der Spitzengruppe mit.


Der SC Reiden auf Wiedergutmachungstour mit:
Hirt, Kaufmann, Müller, Stöckli, Graweid, Krähenbühl, N. Küng, Bühlmann, Svab, Geiser, Gerhard, Aecherli und Gassmann.

Dem SC Nebikon danken wir einmal mehr für die tolle Verköstigung nach dem Match. Es ist immer wieder eine Freude, nach einem Auswärtssieg in ein so toll zubereitetes Steak beissen zu dürfen. Herzlichen Dank dafür.

So konnte man den Abend bei 2 – 3 verdienten Bierchen noch ausklingen lassen. Für viele ging es nun in die (punktemässig) verdienten Herbstferien.

Allen Siegern recht herzlichen Dank für den Einsatz.

Trainer + ADV